Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Diäten ich in meinem Leben schon ausprobiert habe! Von hartgekochten Eiern über Trennkost, Ernährungsplänen und Rohkostwochen, Eiweiß-Pülverchen, Kalorienzählen bis hin zu dubiosen Zitronensaft-Ahornsirup-Cayennepfeffer-Shakes. Ich habe insgesamt schon mindestens 50 kg abgenommen…. in Etappen … und auch immer wieder rauf, wie ein Jojo eben.
Interessant ist, dass ich damals, als ich e t l i c h e Kilos weniger wog, dachte, ich sei zu dick. Verrückt eigentlich, dass ich mir solange eingebildet habe, zu dick zu sein, bis ich nun wirklich auch aus objektiver Sicht als übergewichtig bezeichnet werden kann.
Ja mei, die Gedankenkraft…. nun habe ich endlich das, was ich mir so redlich jahrelang angedacht habe. Mein Fazit aus all den Diät- und Ernährungstipps: Eigentlich macht gar nicht das Essen dick, sondern die entsprechende Denkweise!!!
Andererseits ist das mit dem „zu dick sein“ auch so eine Sache, denn woher weiß ich denn, was zu dick und was zu dünn ist. Man denke da an die Hottentotten („Koikoin“ ist ihre eigentliche Bezeichnung), die als Schönheitsideal Frauen mit riesigen Hintern hatten. Heutzutage vergleicht man die Schönheitsgöttinnen von damals mit Brauhausgäulen!
Dann gibt es noch die anderen Extreme, die ohnehin schon fast ätherisch Dünnen, die sich immer noch einbilden, zu dick zu sein, bis sie in der Bulimie-Klinik landen. Wessen Maßstab gilt denn nun?!
Wieso fragt heute eigentlich keiner mehr nach der Meinung von Rubens? Oh Mann, Rubens! Rubens hätte vor Verzücken in seinen Pinsel gebissen bei meinem Anblick. Ich wäre DAS Topmodell von damals gewesen und hätte mich vor Auftritten und Interviews gar nicht retten können… Frau Willaredt, wie schaffen Sie das nur, sich solch herrliche, wohlgeformte Speckgürtel anzutrainieren? Beneidenswert! Welche Disziplin!
Irgendwas muss wohl bei meiner Anreise hierher schief gelaufen sein. Ich bin eindeutig im falschen Jahrhundert ausgestiegen - die Zeitmaschinen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren!!!